HSG Langenau/Elchingen Männer 1 - TSV Blaustein 32:19
Fünfter Sieg im sechsten Spiel – und das auch noch im Derby: Die HSG Langenau/Elchingen hat am Samstagabend den TSV Blaustein mit 32:19 (14:7) besiegt. Damit setzt sich die HSG in der Spitze der Handball-Oberliga fest. Der TSV hingegen bleibt sieglos am Tabellenende hängen – die befürchtete schwere Saison für das junge Team droht zu einem Kampf um den Klassenverbleib zu werden.
„Wir haben eine längerfristige Planung. Das hat nichts mit sechs Spielen zu tun“, sagt Blausteins Trainer Philipp Frey. „Wir haben hier junge Spieler, die wir von Spiel zu Spiel besser machen wollen. Und ich habe da heute einen Schritt nach vorne gesehen.“ Für einige seiner Schützlinge war es etwa eine neue Erfahrung, vor einer solch großen Kulisse zu spielen. Die über 700 Zuschauerinnen und Zuschauer in der rappelvollen Pfleghofhalle sorgten über die volle Spielzeit für Stimmung. Auch aus Blaustein waren einige Fans mit Trommeln und rot-weißen Plastikfahnen angereist.
Sie sahen ein Spiel, das zehn Minuten ausgeglichen war, aber früh seinen Wendepunkt fand: Blausteins Simon Denschlag schlug auf dem Hallenboden auf, fasste sich sofort ans linke Knie und blieb liegen. Nach kurzer Behandlungspause wurde er hinausgetragen und ins Krankenhaus gebracht. HSG- wie TSV-Spieler spendeten Trost. „So eine Verletzung ist erstmal ein Schock. Da geht es nicht mehr um Handball“, sagt Frey, der für seine Stammkraft Rechtshänder im rechten Rückraum einsetzen musste. „Zunächst: Gute Besserung. Wenn er ausfällt, macht sich das bei ihnen in der Mannschaft bemerkbar“, sagt HSG-Trainer Lukas Rembold.
Wenig später fing die HSG an der Mittellinie einen Pass ab, schaltete schnell um und erhöhte durch Louis Heinrich auf 8:5. In dieser Aktion erhielt Andreas Müller die erste Zwei-Minuten-Strafe, die Langenau nutzte und davonzog. Der TSV war nun verunsichert, hatte einige verpasste Würfe und schwache Abschlüsse, blieb einmal zwölf Minuten ohne Treffer. In der zweiten Hälfte steckte Blaustein nicht auf, musste sich letztendlich aber mit 13 Toren Rückstand geschlagen geben.
Schon früh in der zweiten Hälfte konnte HSG-Coach Rembold rotieren, ließ etwa die ehemaligen Blausteiner Christoph und Steffen Spiß auf der Bank. „Das haben wir aus Belastungsgründen getan“, erklärt Rembold. „Unser Kader ist breit und erfahren. Jeder hat das Niveau, mitzuspielen.“ Spieler des Spiels wurde Henrik Schenk mit sechs Treffern.
"Blaustein hat eine sehr junge Mannschaft, die muss man erstmal entwickeln“, ordnet Rembold den Derbysieg ein. „Trotzdem haben wir ein sehr professionelles und konsequentes Spiel abgeliefert und in der Höhe verdient gewonnen.“ Nach einer turbulenten Vorbereitung mit einem Trainerwechsel steht die HSG nun als Spitzenklub da. „Wir kommen aus drei schwierigen Saisons. Unser primäres Ziel ist es, so schnell wie möglich den Nichtabstieg fix zu machen. Aber natürlich: Wenn man oben ankommt, dann will man dort bleiben. Wir wollen den maximalen Erfolg.“
Quelle: SWP vom 26.10.2026
HSG-Tore: Henrik Schenk (6), Louis Heinrich (5), Christoph Spiß (4), Marcel Glück (3), Til Klause (3), Leon Rembold (3), Jan Schaden (3), Tim Elias Brose (2), Jens Heinrich (1), Felix Junginger (1), Steffen Spiß (1)
Vorschau: Am kommenden Samstag, 31.10.26, ist der TV Plochingen um 20 Uhr zu Gast im Pfleghof.