HSG 2021

HSG Langenau/Elchingen Männer 3  -  Aalener Sportallianz  24:25

Zum letzten Tanz auf heimischem Parkett lud die M3 der HSG am Samstag die Aalener Sportallianz ein. Das Hinspiel hatte man unglücklich mit einem Tor verloren. Im Rückspiel stand einiges auf dem Spiel. Für Aalen musste ein Sieg her, um die Meisterschaft feiern zu können. Für die HSG hätte ein Unentschieden gereicht, um sich fürstlich entlohnen lassen zu können. Denn Tabellenzweiter Blaustein, der im Falle einer Punkteteilung den ersten Platz einnehmen würde, winkte mit 15 Kästen Bier zur Belohnung und mehr Motivation braucht die M3 für ein Knallerspiel nicht.

Schiedsrichter-Abi Karl-Heinz Jooß pfiff die Partie an und direkt war Spannung zu spüren. Die HSG schaffte es, erneut gut in die Partie zu starten, und hielt gegen die schnellen Aalener mit ihrem bekannten "Tempohandball" mit. Am Anfang knallte es im Kasten des Gegners über die Achse Rasch-Schneider, danach war die Jägerbande dran. Bis zur 20. Spielminute war es ein ständiges Auf und Ab und kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Trainer Thalheimer nahm seine erste Auszeit, um Veränderungen zu fordern. Hat das in der Vergangenheit eher selten den gewünschten Erfolg gebracht, so war es dieses Mal anders. Tingeltangel-Steff im Tor erinnerte sich wohl daran, dass er noch etwas gutzumachen hatte, und vernagelte kurzerhand sein Tor und im Angriff lief weiter alles zugunsten der HSG. Erneut war es die auf Wish bestellte Andy Schmid-Kohlbacher Achse, die für Tore sorgte. Halbzeitstand 13:10!

In der Kabine gab es erst mal nicht viel zu meckern, man war fast sogar schon in der Stimmung für einen Gönnergy Mango Slam oder eine Flasche Viva con Agua. Jedem war klar, dass sich die Gäste die Meisterschaft sicherlich nicht kampflos vom Brot nehmen lassen und so stellte man sich auf harte 30 Minuten ein.

Wie sagt man so schön: "Never change a running system". Ganz nach diesem Motto waren es vor allem das Duo Jäger-dumm und Jäger-doof, die mit dem wandelnden Lazarett auf zwei Beinen Rasch und der 2-Meter-Torgarantie Schneider die Tore warfen. In der Abwehr wurden die Beine langsamer und so kam auch Aalen immer wieder zu leichten Torerfolgen. Bis zur 42. Minute schafften es die Gäste, auszugleichen, zwei Minuten später sogar, in Führung zu gehen. Doch Aufgeben war in diesem Spiel nicht drin. Zeit für einen neuen Akteur der HSG: Bob Tschigerillo, a. k. a. Bern Rühl, betritt das Tor und macht genau, was er soll. Ein ums andere Mal knöpfte er den Aalenern den Zahn und hielt das Team so im Spiel. Die letzten 10 Minuten waren voller Kampfgeist und Willen für den Sieg. Zwei Tore Rückstand in Minute 54 riefen die nächsten Biersportler auf die Torschützenliste. Zuerst macht Harz-Novize Lars Schrems, der übrigens in der Bezirksoberliga schon 4 Hütten gemacht hat, sein Tor. Danach schaffte es auch Ex-Trainer Freibauer, durch die Abwehr zu wackeln, und verkürzt somit auf 24:25. Tatsächlich hatte man sogar noch die Chance, auszugleichen, doch die Rückraumachse war gegen Ende einfach platt. Bob parrierte kurz vor Ende sogar noch den entscheidenden Wurf, doch war die Zeit für einen Gegenangriff schon abgelaufen und so stand nach hartem 60-Minuten-Fight Aalen als neuer Meister der Bezirksliga und die HSG3 mit 15 Kästen weniger als gehofft fest.