HSG 2021

TV Gerhausen - HSG Langenau/Elchingen Frauen 1   31:24

Im letzten Spiel der Saison 21/22 und unter der Federführung von Coach Alexander Zaiser zeigte die HSG Ihre 2 Gesichter in 2 unterschiedlichen Halbzeiten.

Gegen den bereits verdient feststehenden Meister aus Gerhausen, wollten die Gäste aus Langenau mindestens einen Punkt vom Blautopf entführen. Man wollte mit vollbesetzter Bank neben dem Tempospiel auch in der Abwehr kompakt stehen und die Gastgeber solange wie möglich ärgern. Dazu nahm Alex Zaiser von Beginn an Ihre erfolgreichste Torschützin in kurze Deckung, was das Team auch über 60 Minuten konsequent durchzog. Doch die HSG begann vor allem in der Abwehr als auch im Angriff, viel zu statisch und im Abschluss zu ungenau, so dass bereits nach 5 Minuten beim Stande von 5:1 die erste Auszeit nötig war um die Fehler anzusprechen und Korrekturen vorzunehmen. Denn das Team aus Langenau, war viel zu passiv, schaute nur zu und war immer einen Schritt zu spät dran. In den kommenden Minuten ändert sich das Spiel kaum. Die Gäste erarbeiten sich viel wenig Chancen oder scheiterten, wenn Sie zum Wurf kamen an der Gerhausener Torhüterin. So zog der Meister nach 25 Minten bereits auf 10 Tore zum vorentscheidenden 15:5 davon. In dieser Phase gingen vorne einfach zu viele Bälle verloren, entweder ließ man gute Chancen aus, fabrizierte technische Fehler oder verlor durch Fehlanspiele an den Kreis, leichtfertig den Ball. Dies nützen die Gastgeber eiskalt aus und erzielten eine hohe Anzahl an einfachen Tempogegenstoßtoren. So ging man mit einem 17:9 in die Kabinen.

Die Halbzeitansprache fiel kurz und bündig aus. In der Abwehr einfach etwas mehr gemeinsam arbeiten und mehr dagegenhalten und im Angriff die technischen Fehler reduzieren und die klaren Chancen einfach reinmachen. Und ein letztes Ziel wurde für die letzten 30 Minuten ausgegeben, und zwar die 2ten Halbzeit zu gewinnen.

Die ersten 10 Minuten der 2ten Hälfte war ein offener Schlagabtausch und der 8 Tore Rückstand vergrößerte sich nicht. Gerhausen schaltete dadurch einen Gang zurück und scheiterte nun Ihrerseits immer häufiger an der heute sehr gut haltenden Carina Späth im Tor der HSG, die ihrerseits nun nochmals Ihre Chance witterte und angetrieben von einer nie aufgebenden Lena Laible einen Gang hochschaltete. In den kommenden 8 Minuten wurde über die 1 und 2te Welle ein paar schöne Tore herausgespielt und Langenau verkürzte in der 48 Minute auf 25:21, was den Trainer von Gerhausen zu einer Auszeit zwang.

Die kommenden 5 Minuten waren eine Parallele der ersten 5 Minuten in Durchgang 1. Anstatt in den verbleibenden 12 Minuten Tor um Tor ranzukommen um vielleicht doch einen Punkt zu ergattern, wurden hintereinander 3 technische Fehler gemacht die Gerhausen innerhalb von 4 Minuten zur Entscheidung nutzte und wieder auf 29:22 davonzog. Am Ende stand es dann in einem fairen, und aus Langenauer Sicht sehr durchwachsenen Spiel verdient 31:24 für den Meister TV Gerhausen.

„Meine Mannschaft hat sich heute früh mal wieder selbst geschlagen. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, waren in der Abwehr nicht präsent und immer einen Schritt zu spät. Und wenn man dann aus gut heraus gearbeiteten Chancen keine Tore macht und im Gegenzug einen fängt und der Vorsprung dann nach 15 Minuten schon relativ deutlich ist, ist es schwierig sich nochmals zu motivieren.

Trotzdem haben wir die 2te Hälfte gewonnen und uns nicht aufgegeben.“

Zum Schluss bleibt mir, als scheidender Trainer noch ein kurzes Resümee der vergangenen Saison 21/22. Nach den Niederlagen von Argental und Giengen in den Parallelspielen an dem Wochenende, wird uns ein 4ter Platz nicht mehr zu nehmen sein. Und wenn man nun über die Ausfälle in der Rückrunde und die Situation durch Covid die uns hauptsächlich im Training getroffen hat schaut, dann bin ich total zufrieden und wir sind völlig im Soll und stehen zu Recht in der oberen Hälfte der Tabelle. Die Mannschaft hat vom ersten Training in der Vorbereitung bis zum Ende mitgezogen, hat die Abgänge der letzten Saison kompensiert, hat sich weiterentwickelt sowohl mannschaftlich als auch individuell und hatten neben dem Erfolg auch Spaß. Dafür an der Stelle auch nochmals ein Danke an jede einzelne Spielerin “

Es spielten:

Carina Späth, Rebecca Vorreiter (1/1), Stefanie Fischer (3/2), Leonie Besler (1), Lisa Benz, Manuela Heberle (1), Tamara Ebert (2), Jassi Mößle (2), Nadja Bunk (1), Lena Laible (6), Carmen Stickel (2), Bettina Orth (2), Doreen Mack (3)