HSG 2021

 HCL Vogt  - HSG Langenau/Elchingen Männer 2   20:20

Die Farbe Gelb soll laut Farbenlehre die Lebensgeister wecken, steht für Toleranz und fördert die Konzentration. Angesichts dessen, was die Herren II in der knallgelben Halle in Vogt abgeliefert haben, trifft das durchaus zu.

Mit einem 20:20 kehrte die „Zwoida“ aus dem Allgäu zurück. Wer auf die Bezirksliga-Tabelle schaut, könnte meinen, eine Enttäuschung. Schließlich hatten die Gastgeber bislang noch keinen Punkt auf dem Konto. Trotzdem wurde nach dem Schlusspfiff ausnahmsweise der „Seemann“ angestimmt, ein Ritual nach Siegen. Denn gefühlt war der Punkt ein Sieg, den erneut musste die „Zwoida“ in Vogt gegen mehrere „Geister“ ankämpfen, die ihr das Leben schwer machten. Zunächst einmal das harzfreie Spiel, das dieses Mal gut gemeistert wurde. Erstmals wurde trotz Haftmittelverbot ein Zähler geholt. Und dann waren da noch die Geister der Vergangenheit – die konnten zwar nicht besiegt werden, aber zumindest gelang es ihnen dieses Mal nicht, den Sieg zu klauen.

Konzentriert startete die „Zwoida“ in die Partie, verschleppte bewusst das Tempo und führte nach 20 Minuten 7:2. Dieser Spielstand spiegelte das Kräfteverhältnis der beiden Teams angemessen wider. Drei Zeitstrafen in drei Minuten brachten Vogt ins Spiel zurück, bis zum 9:7-Führung zur Halbzeit musste die „Zwoida“ sieben 2-Minuten-Strafen hinnehmen – Vogt keine.

In der zweiten Halbzeit blieb die Partie künstlich spannend, wobei sich Vogt, angetrieben von den 220 Zuschauern, steigerte. Das Zeitstrafenverhältnis „gewann“ Langenau in Hälfte zwei nur noch 5:4 – blöd nur, dass nach dem 18:18 vier dieser HSG-Zeitstrafen in den letzten sechs Minuten ausgesprochen wurde, so dass zwischenzeitlich nur drei Feldspieler auf dem Feld standen. Am Ende holte Hannes Schorn unter Einsatz seiner Gesundheit den wichtigen Siebenmeter heraus, den Andi Kloss zum 20:20 verwandelte.

Statistisch betrachtet hat die „Zwoida“ in den ersten vier Saisonspielen in Summe 13 Zeitstrafen kassiert, in Vogt kamen nun 12 weitere hinzu. Nimmt man das Spiel in Vogt vom März hinzu, dann hat die „Zwoida“ dort in 120 Spielminuten 28 Zeitstrafen (56 Minuten) kassiert – Vogt kommt in den beiden Spielen auf insgesamt 6 Zeitstrafen. Funfact 1: In den beiden Partie waren die selben Unparteiischen im Einsatz – übrigens dieses Mal auf eigenen Wunsch. Funfact 2: Die Farbe Gelb ist nicht nur positiv behaftet: Im Mittelalter galt sie als Farbe der Schande.

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